Nicaragua 2004

 

Nicaragua wird parallel zur Pazifikküste von einer Kette aktiver Vulkane durchzogen, weshalb es auch das „Land der tausend Vulkane“ genannt wird.

 

 

An der Pazifikküste liegen auch die Zentren und wichtigsten Siedlungsräume des Landes, während die östlichen und südlichen Landesteile dünn besiedelt sind. Zwei große Binnenseen prägen die Geographie − der größere Nicaraguasee im Südwesten mit mehreren Inseln und der kleinere Managuasee im Westen.

Die Karibikküste im Osten des Landes ist eine große Regenwaldregion. Sie wird auch Miskitoküste genannt. Die höchste Erhebung ist der Cordillera Isabella mit 1.963 Meter. 

Nicaragua ist um einiges ärmer als Costa Rica. Man findet auch nicht ganz so viele Touristen, was ein Vorteil sein kann. Ich finde Nicaragua hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Grossstädte, Natur und an gewissen Orten hat man das Gefühl, die Zeit sei vor 100 Jahren stehen geblieben. Trotz der Armut erlebte ich die Einheimischen als sehr gastfreundliche Menschen.

 

 

 

Sehenswerte Orte welche ich empfehlen kann:

 

Isla Ometepe

 

 

Die Insel befindet sich nahe der Grenze zu Costa Rica. Sie befindet sich in einem der grössten Süsswasserseen der Welt dem Lago de Nicaragua und enstand aus zwei Vulkanen. Auf der Insel findet man diverse Fincas wo man auch übernachten und gleichzeitig bei der Kaffeeverarbeitung zuschauen kann. Das Leben verläuft hier ruhig und gemächlich. Es gibt nur wenige Fahrzeuge, da es recht schwierig ist diese vom Festland her zu transportieren. Dafür findet man um so mehr uralte Lastwagen und alte US-Schulbusse. 

 

Für die Anreise empfiehlt es sich Seefest zu sein oder zumindest eine Spucktüte dabei zu haben. Man verbringt Stunden eingepfercht zwischen hunderten anderen Reisenden in einer alten schunkligen Fähre. Wir waren kaum 2 Stunden auf dem See, als sich plötzlich das Wetter verschlechterte. Ich glaube ich habe noch nie so viele grün-gesichtige Menschen auf einmal an der Reeling stehen sehen. Bei der Ankunft auf der Isla stehen duzende kleine Lastwagen mit offenen Ladeflächen bereit um die Touristen auf die Fincas zu bringen. Man kann auf der Insel herrliche Spaziergänge machen, zum Vulkan, zu den Stränden oder durch die kleinen Dörfer.


 

 

 

Masaya

Der Vulkan Masaya liegt inmitten der 6 mal 11 km großen Masaya-Caldera und in der Nähe der gleichnamigen Stadt in Nicaragua. Er befindet sich im Nationalpark Parque Nacional Volcan Masaya.

Der Name, den die Eingeborenen dem Vulkan gaben, ist Popogatepe, was übersetzt brennender Bergheißt. Im präkolumbischen Zeitalter wurde er von ihnen verehrt und seine Eruptionen wurden als Zeichen verärgerter Götter gesehen. Deswegen brachten die Eingeborenen ihm Opfer dar, die häufig kleine Kinder oder Jungfrauen waren.

 

Zum Beispiel von Grenada aus kann man geführte Ausflüge zum Vulkan buchen, inklusive Souvenirshopping.

 


 

 

El Castillo

 

Von der Isla Ometepe aus reisten wir per Wasserweg nach El Castello.

 

El Castillo liegt am Ufer des Río San Juan, der im Lago de Nicaragua entspringt und ins Karibische Meer mündet, etwa 90 Kilometer östlich von San Carlos und circa 350 Kilometer südöstlich Managuas. Von auswärts ist der Ort nur mit kleinen Booten am Río San Juan erreichbar. Von San Carlos dauert eine Bootsfahrt etwa zwei Stunden.

Das Klima ist tropisch und die jährlichen Niederschläge schwanken zwischen 2.800 und 4.000 mm. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt circa 25 °C. El Castillo ist von tropischem Regenwald umgeben und die Luftfeuchtigkeit ist demzufolge sehr hoch.

Direkt bei El Castillo weist der Río San Juan zahlreiche Stromschnellen auf. Die mächtigste von ihnen wurde von den Indios Raudal del Diablo genannt.


 

 

Granada

Per Bus und Taxi reisten wir von Costa Rica her über die Grenze.

 

 

Granada ist die drittgrößte Stadt in Nicaragua, sie liegt 47 km südlich der Landeshauptstadt Managua an der Westküste des Lago de Nicaragua. Die im kolonialistischen Stil erbaute Stadt wird auch La gran Sultana (die große Rosine, umgangssprachlich die fette Rosine) genannt. Die Stadt liegt am Fuße des 1344 m hohen Vulkans Mombacho.

 

In Granada findet man diverse Hostels, welche auch sehr gut ausgebucht sind. Wenn man auch mit einer etwas weniger luxuriösen Unterkunft zufrieden ist findet man bestimmt vor Ort etwas. 

Granda ist eine lebendige Stadt, es gibt Discos und Bars. Leider sind viele der schönen alten Gebäude ziemlich verwittert. Direkt vor der Stadt befinden sich viele kleine Inselchen welche zum Teil an wohlhabende Leute verkauft wurden. Man kann eine schöne Bootstour unternehmen und die Tier- und Pflanzenwelt bestaunen.