Panama 2009

 

Im Frühling 2009 war es endlich mal wieder so weit. Zu dritt machten wir uns auf den Weg in den Süden. 

 

Reisetagebuch 26. Februar 2009 bis 14. März 2009

 

 

26. Februar

Komfortabel mit KLM via Amsterdam reisten wir nach Panama City. Abflug in ZRH um 9.20, Ankunft in PTY dank 6 Stunden Zeitverschiebung um 17.30. 

 

Für die erste Nacht haben wir ein billiges Backpackers im Stadtzentrum reserviert. Zu dritt quetschen wir uns in das brütend heisse Zimmer wechseln die Kleider. Raus aus den Jeans rein in Shorts und T-Shirt. Danach erholen wir uns bei einem leckeren Znacht.

 

 

27. Februar

Nach einem Frühstück im Nachbarhotel San Remo suchen wir uns ein Taxi und fahren nach Casco Viejo, ein Stadtteil mit vielen Gebäuden aus der Kolonialzeit. Wir sehen die Skyline von Panama City und freuen uns über einen besonders enthusiastischen Strassenmusikanten. Es ist brütendheiss, somit muss erst mal ein Panamahut her.

 

Später nehmen wir ein Taxi in ein riiiiesiges Shopping Center, wo wir vor unserem richtigen Reisebeginn noch die "Zivilisation" geniessen können. Viel kaufen wir nicht, aber wir sind trotzdem ziemlich beeindruckt von den Dimensionen des Einkaufszentrums.

 

Wenn wir schon in Panama sind muss man zumindest den berühmten Kanal einmal gesehen haben. Also steigen wir wieder in ein Taxi und fahren zu den nahegelegenen Miraflores-Schleusen. Der Eintritt auf die Aussichtsterrasse kostet zwar Eintritt aber es lohnt sich. Das Museum welches zusätzlich kostet ist nicht unbedingt empfehlenswert. Auf der Terrasse schmelzen wir in der brennenden Sonne dahin, aber es ist total spannend den riesigen Containerschiffen beim passieren der Schleusen zuzuschauen. Links und rechts nur wenige cm Platz.

Panama City von Casco Viejo aus gesehen
Panama City von Casco Viejo aus gesehen
Miraflores-Schleusen
Miraflores-Schleusen

Abends wollen wir das Nachtleben erkunden und begeben uns zur Party Meile von Panama City der Calle Uruguay (zumindest behaupten das die Einheimischen). Wir essen lecker Pizza und gehen dann in eine Disco. Wir harren bis 2.00 aus, aber als wir dann noch immer praktisch die einzigen Besucher sind geben wir auf und fahren zurück zu unserem Backpackers. Morgen soll das Abenteuer richtig los gehen, wir wollen zur Isla Contadora. Insel wir koooooommmen!!!

 

 

28. Februar

Nach ein paar Stündchen Schlaf heisst es früh aufstehen und packen. Per Taxi versuchen wir die Lände des Bootes zur Isla Contadora zu finden. Dabei landen wir zwei mal an der falschen Stelle. Der Taxifahrer und wir sind schon beinahe am verzweifeln, schliesslich fährt das Boot nur einmal täglich und wir wollen auf keinen Fall zu spät kommen. Immerhin sehen wir während der Fahrt Delfine in der Bucht, wir sind begeistert und sehen das als gutes Omen an. Tatsächlich landen wir dann doch noch am richtigen Hafen. Vor dem Ticketschalter hat sich schon eine Schlange gebildet und wir stellen uns brav hinten an. Wir kaufen uns erst mal ein One Way Ticket. Man muss ja spontan sein, oder? Wir steigen zusammen mit Einheimischen und ein paar älteren (reichen?) Russen mit jungen Anhängseln ins Boot und schon lassen wir die Skyline Panamas hinter uns. Einmal aus der Bucht gibt der Capitan Gas und wir brettern über die Wellen auf den offenen Ozean hinaus. Die Fahrt dauert ca. 2 Stunden, dann erreichen wir die ersten Inseln des Archipels. Früher und auch heute noch wurden hier Perlen abgebaut. Als "unsere" Insel endlich vor uns auftaucht haben wir das Gefühl im Paradies gelandet zu sein. Weisser Sandstrand, türkisblaues Wasser, meterhohe Palmen... Da es keinen Landungssteg gibt, werden wir mit einem kleinen Boot an Land gebracht. 

Warten auf das Gepäck
Warten auf das Gepäck
Trauminsel
Trauminsel
Überbleibsel aus besseren Zeiten
Überbleibsel aus besseren Zeiten

Da wir wussten, dass die Unterkünfte auf der Insel limitiert sind, hatten wir gestern diverse Telefonate gemacht und ein Zimmer in einem Hostel reserviert. Wir warten also, dass wir abgeholt werden und warten und warten. Am Ende stehen wir noch alleine am Strand. Also machen wir uns zu Fuss auf den Weg. Zum Glück ist die Insel ja nicht gross. Unser Hostel ist nicht weit entfernt. Als wir dort ankommen erfahren wir, dass es scheinbar eine Doppelbuchung gegeben hat. Kurzerhand wird für uns eine andere Unterkunft gefunden und zwar im Hotel Perla Real. Wir bekommen sogar die Junior Suite und wir sind hell begeistert. So einen Luxus hatten wir eigentlich gar nicht geplant. Aber man gönnt sich ja sonst nix. Wir werden freundlich von Vincente und seiner Frau empfangen. Das Zimmer wurde sehr liebevoll eingerichtet und dekoriert. Es ist sauber und es gibt sogar eine Küche. 


Nun heisst es rein ins Bikini und ab an den Strand! Juhuiiiii, wie lange haben wir auf den Moment gewartet!!! Schnell noch im Inselladen ein Picknick eingekauft und dann suchen wir uns einen der vielen Strände aus, die Playa Galeon. Alles ist in wenigen Minuten Fussmarsch erreichbar. Es gibt kaum Touristen und die meiste Zeit haben wir den Strand für uns alleine. Ein Traum! Das Wasser ist sauber aber relativ frisch, weil der Humboldt Strom zurzeit die Westküste Südamerikas passiert. Das macht nichts, schliesslich wird man in der Sonne schnell wieder aufgewärmt. Danach gehts zur Playa Ejecutiva wo wir uns in der Sonne braten lassen. Hinter uns protzige Wochenendvillen, vor uns das Meer und in der Ferne weitere Inseln. Wir machen ein paar Schnorchelversuche, das Wasser ist jedoch wegen aufgewirbeltem Sand recht trüb. Die Flut bewegt uns schliesslich dazu unsere Siebensachen wieder zusammenzupacken und wir machen uns auf den Rückweg ins Hostel. Unterwegs entdecken wir die exotische Flora und Fauna von Contadora; riesigen Bambus, seltsame Wespen, viiiiele Pelikane und Fregattvögel und einen Mimosa Baum, welcher von Andrea und Marcel malträtiert wird, weil sich die Blätter bei Berührung zusammenziehen.

Abends essen wir im nahe gelegenen Hotel und Restaurant Romantica und lassen es uns auf der Terrasse mit Meerblick gut gehen. Schon bald ist es dunkel und wir steigen die Treppe runter zum Stand zur Playa Cacique. Als wir den Strand in Wassernähe entlang spazieren fängt der Strand an zu leuchten. Das Wasser hat unzähliche Leuchtmikroben oder Algen angespült welche bei Berührung leuchten. Ganz wie im Film "The Beach" mit Leonardo di Caprio. Marcel macht den Test und nimmt ein nächtliches Bad in einer leuchtenden Wolke. Scheinbar gibt es diese Mikroben überall an der Westküste wie uns später andere Touristen erzählen. Trotzdem finden wir es supertoll stundenlang über den Strand zu springen und leuchtende Fussspuren zu hinterlassen ;o) .

 

 

1. März

Wir erkunden nochmals die Insel. Jemand hat uns erzählt, dass auf der Insel ein Faultier lebe. Gestern hat sogar ein Touristenpaar steif und fest behauptet dieses in einer Baumkrone hoch oben gesehen zu haben. Leider finden wir das Faultier nicht und die Einheimischen erklären uns später sie hätten noch nie ein Faultier auf der Insel gesehen. Mittags wird es wieder heiss und wir machen Siesta an der Playa Cacique. Das Wasser ist auf dieser Inselseite klarer und beim Schnorcheln sehen wir diverse bunte Fische, unter anderem riesige Papagayenfische. Rund um uns herum stürzen sich die Pelikane im Sturzflug ins Meer auf der Suche nach Fisch. Andrea macht sich alleine auf die Suche nach Muscheln und wird dabei von der Flut überrascht. Sie steckt auf einem Felsen fest, hinter ihr die Steilfelsen und wird von der Brandung beinahe weggerissen. Zusammen mit zwei hilfsbereiten Fischern fischen wir Andrea aus dem Meer. Wir alle sind ziemlich schockiert und haben von nun an mehr Respekt vor dem Meer und vor allem vor den Gezeiten. Die Einheimischen erzählen uns, dass schon einige Touristen ertrunken seien. Trotz schönen flachabfallenden Stränden besteht der Grossteil der Insel aus schroffen Steilküsten.

 

 

2. März

Auch heute machen wir eine Inselerkundungstour. Obwohl die Insel klein ist, gibt es Vieles zu entdecken. Wir beobachten Fregattvögel welche im Sturzflug aus einem See trinken. Die Inselbewohner sind sehr freundlich und winken uns schon von weitem zu. Gegen Abend entdecke ich im nahegelegenen Wald seltsame Tiere. Sie ähneln Meerschweinchen und sind extrem flink und scheu. Die Einheimischen nennen sie Hasen, gemäss meiner Recherchen müsste es sich um Agoutis handeln. Immerhin gibt es doch so etwas wie Wildlife auf der Insel ;o).

links mein Schnappschuss, rechts ein Agouti aus dem Internet

 

 

Bei unserem Spaziergang treffen wir auf eine Mülldeponie, welche von Geiern belagert wird. Wir durchsuchen das Gerümpel nach interessanten Souvenirs. Von Matrazen über alte Autos, man findet hier fast alles was auf der Insel nicht mehr gebraucht wird. Andrea landet einen Glückstreffer:

Eine Autonummer. Was für ein tolles Souvenir!

 

 

3. März

Heute machen wir uns auf den Weg an die Playa Larga. Dort hat unser Inselabenteuer begonnen als wir mit dem Boot anlegten.

 

Wir erkunden die riesige, unbenutzte Hotelanlage. Hunderte Appartements gammeln vor sich hin. Sogar eine riesige Diskothek gibt es und zwei Simmingpools die nicht mehr wirklich zum Baden einladen. In der dunklen Hotelrezeption entdecken wir ein Aquarium und oh Wunder es schimmen tatsächlich immer noch kleine bunte Guppies darin. Arme Fischchen. In der Strandbar stehen noch immer etliche Wodkaflaschen, jedoch ohne Inhalt. Das ganze wirkt ziemlich unheimlich. Teilweise bewohnen Menschen (Obdachlose?) die Zimmer. Ansonsten steht die Anlage leer. Keiner konnte/wollte uns so richtig erzählen, was mit der Hotelanlage passiert ist. Sie hat wohl ursprünglich einem reichen Russen gehört, welcher den Tourismus auf die Insel holen wollte. Zum Glück für uns ist es ihm nicht gelungen.

Bild 1: Einsamer Papagei wartet auf Touristen, Bild 2: Gut gefüllte Hotelbar ohne Barkeeper, Bild 3: Poolbar, Bild 4: Flugzeug ohne Flügel

 

 

Bereits bei der Ankunft am ersten Tag fiel uns das grosse Schiffswrack am Strand auf. Wir klettern über eine Leiter an Bord und durchstöbern das Innere. Auch hier nagt der Zahn der Zeit. Alles ist total verrostet und verdreckt. In der Kapitänskajüte stapelt sich der Abfall, die Passagiersitze sind aus ihren Verankerungen gerissen.

Unser Znacht essen wir traditionsgemäss im Hotel Romantico, da wir zu faul sind zum selberkochen und schliesslich gibt es dort so leckere Sachen!!! Natürlich müssen wir auch heute Nacht am Strand Leuchtmikroben zertrampeln. Andreas Begeisterung für dieses Naturphänomen kennt keine Grenzen. Nach ausgiebigen herumgespringe, geplansche und gekreische stellen wir fest, dass unser Hotelschlüssel verlorengegangen ist. So eine Sch... schliesslich könnte der Schlüssel überall im Sand liegen und wir haben keine Taschenlampe. Ein zufällig aus dem nichts auftauchender Panamaeser hilft uns mit seiner Handydisplaybeleuchtung den Strand abzusuchen und ich versuch mit dem Kamerablitz etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Das kommt dabei heraus wenn man im dunkeln fotografiert...

 

Es ist kaum zu glauben, unser hilfsbereiter Kollege (trotz nicht ganz nüchternem Zustand) findet tatsächlich den Schlüssel irgendwo im Sand! Wir sind ihm natürlich zutiefst dankbar. 

 

 

4. März

Heute ist unser letzter Tag auf der Isla Contadora. Ein letztes Mal geniessen wir den einsamen Strand. Vincente fährt uns zur Bootslände. Dort warten wir auf die Muchacha welche die Tickets für die Bootsüberfahrt verkauft. Dabei stellen wir fest, dass wir nicht die einzigen sind, welche von der Insel weg wollen und dass alle anderen ein Rückticket gekauft haben. Zum Glück ergattern wir noch die drei letzten Plätze. Wieder geht es in rasantem Tempo übers Meer, vorbei am Perlenarchipel Richtung Panama City. Andrea und ich müssen natürlich ganz vorne Sitzen, wo wir am meisten durchgeschüttelt werden. Unsere Allerwertesten tun am Ende ziemlich weh, aber es hat einen Heidenspass gemacht.

 

In Panama angekommen hilft Marcel einer älteren Frau beim Koffertragen. Die Familie welche die Dame abholt bietet uns an als Dank mit in die Statt zu nehmen. So haben wir schon mal das Taxi gespart. Im unserem Frühstückshotel San Remo bekommen wir ein Zimmer und zum Znacht essen wir lecker Pizza.

 

 

5. März

Heute heisst es früh aufstehen. Per Taxi fahren wir zum Busterminal.

 

Die erste Etappe unserer Reise geht von Panama City nach Santiago. Von Santiago nehmen wir ein Taxi nach Puerto Mutis von wo aus wir eigentlich zur Isla Coiba wollen. Die Isla Coiba war früher eine Gefängnisinsel. Noch heute leben dort ehemalige Häftlinge. Heutzutage ist die Insel ein Naturschutzgebiet mit Forschungsstation. Am Hafen angekommen müssen wir feststellen, dass man ohne Anmeldung nicht so einfach auf die Insel kommt und ein Boot zu chartern ist uns zu teuer. Also fahren wir mit dem Bus zurück durch die Pampa nach Santiago.

Dieser Busfahrer hat eine Vorliebe für Duftbäumchen und schöne Frauen

 

Unser eigentliches Ziel ist Bocas del Torro an der Karibikküste. Unsere zweite Etappe führt uns deswegen von Santiago nach David, ebenfalls per Bus. In David müssen wir umsteigen und landen in einem Minibus nach Bocas del Toro. Erst im Nachhinein erfahren wir, dass es auch klimatisierte Reisebuse gibt, welche um einiges konfortabler gewesen wären. 

 

Uns steht eine haarsträubende Fahrt vor welche noch ganz friedlich im sonnigen David beginnt. Als wir das Bergmassiv erreichen welches West und Ost trennt wird das Wetter zusehends schlechter. Als wir in einem Bergrestaurant Pause machen bläst es uns beim Aussteigen beinahe von der Strasse und es beginnt heftig zu regnen. Wir haben die Tage vorher den Wetterbericht verfolgt und wussten eigentlich, dass die Wetterverhältnisse auf der Karibikseite nicht besonders gut sind. Trotzdem, wenn wir uns etwas in den Kopf gesetzt haben...

 

Nach einer kleinen Stärkung geht die Fahrt weiter. Die Landschaft ist wunderschön grün und wild. Die Fahrkünste unseres Chauffeurs sind dafür um so weniger schön. In halsbrecherischem Tempo fährt er die Serpentinen runter und die Tatsache dass die Strassen teilweise stark durch Erdrutsche beschädigt beeindruckt ihn nicht besonders. Marcels Gesicht nimmt eine grünliche Farbe an, trotzdem nimmt der Fahrer keine Rücksicht sondern reicht einfach eine Spucktüte nach hinten.

Spät abends erreichen wir Almirante. Doch für eine Bootsüberfahrt zu den Bocas ist es bereits zu spät. Es scheinen alle Unterkünfte ausgebucht zu sein, doch dank unseres hilfsbereiten Taxifahrers finden wir noch ein Zimmer bei einem Chinesen. Es ist schmutzig, aber wir sind froh um ein Bett. Es giesst immer noch aus Kübeln. Dann fällt auch noch der Strom aus und damit auch die Wasserpumpe. Also keine Dusche heute Abend. Andrea und ich machen uns auf die Suche nach etwas Essbarem, während sich Marcel von den Reisestrapazen erholt. Wir finden ein Restaurant und essen Gallo Pinto.

 

Danach fallen wir erschöpft von 14 Stunden Busfahrt stinkend in unsere Betten.

 

 

 

6. März

Neuer Tag, neues Glück... und es regnet immer noch. Wir haben uns die Karibik doch ein wenig sonniger vorgestellt. 

 

Wir nehmen ein Wassertaxi zur Isla Colon und lassen uns vom miesen Wetter nicht entmutigen. Wir finden auf Anhieb ein sauberes, gemütliches Hotel. Die Insel ist voll auf Touristen eingestellt. Vor der Küste ankert sogar ein riesiges Kreuzfahrtschhiff. Auch wir gehen shoppen, obwohl die Preise überhöht sind. Besonders Regenpellerinen verkaufen sich gut. Wir entdecken einen Flughafen und beobachten die kleinen Propellerflugzeuge bei Start und Landung. 

 

Spontan entscheiden wir uns für Sonntag Flugtickets nach San Jose zu kaufen. Denn das ist unser nächstes Ziel: C O S T A  R I I I I C A! Aber eine weiter Busfahrt wollen wir uns sparen. Da bezahlen wir lieber ein paar Dollar mehr. Danach heisst es shoppen zum zweiten und wir gönnen uns einen leckeren Brownie, mit Ice Cream und Früchten und einen groooossen Kaffe. Mmmmmh!

7. März

Für 20$ buchen wir eine ganztägige Bootstour, dem Regen zum Trotz. Wir teilen das Boot mit zwei einheimischen Touristen und Jerry, einem kanadischen Aussteiger. Als erstes fahren wir zur Dolphin Bay und sehen tatsächlich Delfine, oder zumindest ihre Finnen. Und endlich werden wir für unseren Optimismus belohnt; es hört auf zu regnen, die Sonne scheint! Wir legen an der Coral Bay an. Dort gibt es ein Restaurant und kleine Holzhäuser auf Holzstegen gebaut. Doch zuerst werden Schnorchel und Maske montiert und das seichte Wasser rund um den Steg erkundet. Wir sehen sogar Baracudas. Einer ist zahm und wird mit Essensresten gefüttert (damit er den Touristen nicht die Zehen abbeist). Das Wasser ist angenehm warm. Wir schnorcheln zwischen Mangrovenwurzeln und Fischschwärmen hindurch. Danach gibt es ein leckeres Mittagessen auf dem Stegrestaurant. Diesen Luxus gönnen wir uns.

Man beachte: Die Sonne scheint!!

 

Weiter geht's zur Isla Bastimiento. Diese Insel ist ein Naturschutzgebiet und beheimatet die roten Erdbeerpfeilgiftfrösche. Wir geniessen den Duft des Regenwaldes und lauschen den vielfältigen Tiergeräuschen. Auf einem Pfad durchqueren wir die Inseln und erreichen einen wunderschönen Sandstrand. Leider sind wir nicht die einzigen Touristen, aber die Kulisse ist trotzdem genial. Weisser Sandstrand umgeben von Palmen und hohen Bäumen und direkt vor uns die tosende Brandung des karibischen Meeres. Unser Guide warnt uns ins Wasser zu gehen, wegen der Brandung. Doch wir können uns nicht lange zurückhalten. Bald stürzen wir uns zusammen mit Jerry in die Wellen. Ganz ungefährlich ist es nicht. Schon in Ufernähe spürt man die starke Unterströmung. Leider entdecken wir keine giftigen Erdbeerfrösche, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

8. März

Heute verabschieden wir uns von Bocas del Toro und auch von Panama.

 

Wir checken ein am Aeropuerto Internacional de Bocas del Toro "Isla Colon" (BOC) ;o)

Auf einer Art Personenwaage wird unser Gepäck genau gewogen. Danach warten wir auf die Muchacha welche die Ausreiseformalitäten erledigt. Diese kontrolliert unsere Pässe. Danach wird unser Gepäck stichprobenmässig kontrolliert, genauer gesagt muss Marcel seinen Rucksack öffnen. Nachdem der Sicherheitsbeamte genug schmutzige Unterwäsche durchsucht hat dürfen wir in den nächsten Raum, wo unser Handgepäck per Röntgengerät durchsucht wird.

 

In der Zwischenzeit hat es wieder zu regnen begonnen. Wir warten auf unser Flugzeug. Wir beobachten wie die Passagiere welche in Bocas ankommen mit Regenschirmen zum Flughafengebäude begleitet werden. Danach wird unser Gepäck verladen und wir dürfen einsteigen. Die kleine Twin Otter bietet Platz für ca 11 Personen. Der Pilot gibt kurz Sicherheitshinweise und wirft die Motoren an.

 

Schnell verschwindet die Insel unter den Regenwolken. Wir tuckern zwischen Wolkendecke und blauem Himmel in Richtung San Jose und lassen Panama unter uns zurück. Es ist ein Gefühl als würde man schweben. Beim Anflug haben wir eine grossartige Aussicht auf die Stadt. Auch ist uns diesmal gnädig, die Sonne scheint über Costa Rica!

 

Von einem Taxifahrer lassen wir uns inspirieren und nehmen den Bus nach Jaco. Wir wollen ein paar entspannende Tage am Meer verbringen. 

 

Nach ca. zwei Stunden Fahrt erreichen wir das Surferkaff am Golf von Nicoya. Wir quartieren uns im Hotel Balcon del Mar ein. Ein sauberes und konfortables Hotel direkt am Strand.

 

 

 

9. bis 13. März

Die nächsten Tage geniessen wir das Strandleben, mit Shoppen, baden, essen, Disco. Ausgangsmässig war leider nicht besonders viel los. Und die einzigen anderen Touristen waren amerikanische Spring Break Studenten...

 

 

Das kann man in Jaco tun (von Andrea, Marcel und Antje getestet und empfohlen):

 

 

 

Reiten: Es gibt diverse Anbieter. Wir haben bei einem der Tourenanbieter in der Hauptstrasse gefragt. Die Pferde sahen ein wenig klapprig aus. Schade hatten wir keine Karotten dabei. Wir machten einen schönen, gemütlichen Ausritt auf einen Hügel. Wir sahen Papageie, Tukane, Affen und Iguanas. Auf einem Mirador konnten wir die Aussicht über Jaco und den Golf von Nicoya geniessen. 


Massagen: Unsere geplagten Rücken sehnten sich nach Erholung und so buchten wir bei einem der unzähligen Anbietern eine Massage. Vielleicht sind nicht alle Masseure ausgebildet, gut tut es allemal und es ist günstig.


Bodyboarden: Es macht süchtig und extrem viel Spass. Am Besten man mietet ein Bodyboard gleich an einem Strassenstand. Man muss nur aufpassen, dass einem die vielen Surfer nicht um die Ohren fahren und man sich an den Kieselsteinen am Strand nicht Knie und Board aufschürft. Auch die Strömung darf nicht unterschätz werden. Angeblich werden täglich ertrunkene Surfer an Land gezogen. Gut für die Fitness ist es auch; rauspaddeln, sich von den Wellen an den Strand zurücktragen lassen, rauspaddeln...


Essen: Es gibt diverse Möglichkeiten sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Unsere Lieblingslocation war das Jaco. Neben Tacos gibt es Burritos, Nachos, Quesadillas und vieles mehr. An einem Buffet kann man sich die Beilagen selber zusammenstellen. Sehr lecker! Dazu gibt es frisch gepressten Orangensaft in extra grossen Gläsern. Wen man will, kann man das Ganze in einer Schaukel essen.


Party: Nachts waren die Strassen meist wie ausgestorben. Insbesondere unter der Woche. An einem Tag in der Woche wird an der Playa Hermosa eine grosse Beach Party veranstaltet. Mit Strandfeuer und Tanz. Mit dem Taxi erreicht man Hermosa innert 5 bis 10 Minuten. Ein paar Meter neben unserem Hotel entdeckten wir eine Art Strandbar. Hier finden an den Wochenenden Parties statt. Es gibt eine gemütliche Bar in der oberen Etage mit Blick auf den Strand, sowie einen Töggelikasten unten.



 

Es folgen noch einige Eindrücke von Jaco und vom Hotel Balcon del Mar. Es waren erholsame, schöne Tage. Der Ort besticht durch seinen kilometerlangen, schwarzen Lavastrand und durch das vielseitige Freizeitangebot.

 

Gleichzeitig danke ich allen Lesern für ihre Ausdauer und hoffe doch den ein oder anderen zu einer Panama/Costa Rica Reise inspiriert zu haben.

 

Mir fällt nur noch eines ein:

 

P U R A V I D A