Südafrika 2012

SANIBONANI!

 

14 Tage Südafrika mit Sabine, Nadia und Antje

 Unsere Route:

Zürich - Johannesburg: 15'000km

Johannesburg - Kruger Park: 500km

Kruger Park - Johannesburg: 500km

Johannesburg - Durban (via Drakensberge): 570km

Durban - Port St. Johns: 360km

Port St. Johns - Johannesburg (via Durban): 930km

Johannesburg - Zürich: 15'000km

 

Total km in Südafrika: 2860km

 

Alle Strecken ausser Kruger Park und zurück haben wir mit dem Baz Bus zurückgelegt. Für uns war das sehr bequem, da wir kein Auto mieten wollten. 

 


3. bis 4. März 2012

 

SOWETO


Ankunft in Johannesburg. Per Shuttle Bus fahren wir in Richtung Soweto, Orlando West. Von weitem sehen wir vom Highway aus die Skyline von Jo'burg.

 

Wir checken ein im Lebos Backpackers und werden sehr freundlich empfangen und herumgeführt. Mitten in der Township liegt das gemütliche, mit viel Liebe eingerichtete Backpackers wie eine Oase.  

 

Wir besuchen eine Sangoma (traditionelle Heilerin), was eine interessante Erfahrung war. Aber Sabine wird sich wohl nicht in einem Fluss mit lebendigen Hühnern waschen, oder??? Danach geht es in die Taverne, wo wir die wahrscheinlich einzigen Cola trinkenden Gäste sind. Die Einheimischen sind sehr überrascht und erfreut Weisse (Umulungus) anzutreffen und es wird rege diskutiert, geplaudert und Hände geschüttelt.

 

Abends wird ein leckerer Braai organisiert mit einheimischen Spezialitäten wie Shakalaka. Mmmmh!!! Wir schlafen im Dorm, zum Glück sind wir nur zu dritt.

 

Am nächsten Tag unternehmen wir eine geführte 4 stündige Biketour durch Soweto. Vorbei an ärmeren Stadtteilen und diversen Sehenswürdigkeiten. Unter anderem besuchen wir ein Shebeen und dürfen das selbstgebraute Bier kosten. An einem anderen Ort kosten wir Kutteln a la township (hmmmpf, würg). Es war ein wirklich tolles Erlebnis. Wir konnten viel über das Leben und die Geschichte der Township lernen.

 

Abends sitzen alle gemütlich am Lagerfeuer, trinken Bier oder spielen Billiard.


Fazit: Lebos ist sehr empfehlenswert, professionell und herzlich geführt. Das Essen war super und die Biketour würde ich jedem empfehlen. 


 

5. bis 8. März 2012

 

KRUGER PARK

 

Früh morgens werden wir abgeholt von Livingstone Trails und fahren im Minibus in Richtung Mpumalanga - Krugerpark. Die Landschaft wandelt sich von endlosen Maisfeldern in wilde Buschlandschaft. Unterwegs besuchen wir das Kapama Cheetah Centre. Nach einer Videovorfürung fahren wir im offenen Vehikel durch die Anlage und bestaunen Geparden, Wildhunde, Geier und andere Tiere. Sogar zwei aus einem Zoo gerette Löwen leben hier. Viele Tiere kann man nicht mehr auswildern und werden für die Zucht gebraucht. Wir lernen auch das Zebra kennen, das denkt es sei ein Schaf und müssen uns vor seinen Hufen in acht nehmen.

 

Gegen Abend checken wir in der Timbavati Lodge in der Nähe des Kruger Parks ein. Wir haben jeder unser eigenes Zelt mit viel Platz. 

 

Die Lodge ist für unsere Ansprüche perfekt. Das Abendessen besteht aus drei Gängen, der Hauptgang aus einem reichhaltigen Buffet. Wir geniessen den Luxus. Sogar einen Pool gibt es und in der Bar kann man sich Gruselgeschichten über Schlangen von Brit erzählen lassen oder Dart spielen (autsch Kopfrechnen...). Auf dem Weg zum Zelt muss man aufpassen, dass man nicht dem Warzenschwein in die Quere kommt (oder auf eine Schlange tritt ;o) ).

 

Wir unternehmen eine Nachtsafari, aber wir sehen so gut wie nichts.

 

Die nächsten Tage fahren wir im offenen Vehikel durch den Park und sehen viele Tiere: Nashörner, Elefanten, Giraffen, Schakale, eine Hyäne, Paviane, ein Babykrokodil, viele Antilopen, etc. Leider halten sich die Katzen versteckt :o( . Unsere Truppe besteht aus uns drei Schweizern, drei Deutschen und einem Schweden. Unser Guide Lloyd ist etwas schweigsam, aber er weiss viel über die Tiere. 

 

Auf dem Rückweg nach Johannesburg besuchen wir den Blyde River Canyon Aussichtspunkt und bewundern die Three Rondavels.

 

Fazit: Timbavati Lodge und Livingstone Trails würde ich weiterempfehlen. Für uns Budget Reisende hat alles gestimmt. Nachtsafari würde ich nicht mehr buchen.


9. März 2012

 

DURBAN

 

Nach einer Übernachtung in Jo'burg in der African Centre Lodge fahren wir im Baz Bus in Richtung Osten, vorbei an den malerischen Drakensbergen nach Durban. Dort checken wir im zentral gelegenen Happy Hippos ein. Nach vier Tagen Kruger Park haben wir einen kleinen Kulturschock, denn wir sind mitten in einer lebhaften, grossen Stadt. Das Backpackers ist in einem riesigen, alten Industriegebäude untergebracht. Abends gehen wir zu Fuss zum nahe gelegenen Unterhaltungzentrum neben dem Sea Life Centre und gönnen uns eine leckere Pizza.

 

Fazit: Durban ist es bestimmt wert ein paar Tage zu bleiben. Happy Hippo Staff war freundlich und hilfsbereit. Die Zimmer sind muffig und mit Teppichen ausgestattet. Ansonsten für eine Nacht ok. Die Dachterrasse mit Bar ist der Hit.


10. bis 14. März 2012

 

PORT ST. JOHNS

 

Früh am nächsten Morgen fahren wir im Baz Bus Richtung Süden, erst der Küste entlang, dann im Landesinneren nach Mthatha. Hier wurde Mandela geboren. Ansonsten kann ich nichts Sehenswertes an der Stadt erkennen. Im Shuttle fahren wir noch ein mal zwei Stunden zum Küstenort Port St. Johns. Wir quartieren uns ein im Jungle Monkeys, welches etwas ausserhalb im Grünen liegt. Wir beziehen ein geräumiges, sauberes Dreierzimmer. Kurz nach der Ankunft gibt es schon einen Sundowner Ausflug. Leider spielt das Wetter nicht ganz mit, trotzdem geniessen wir die frische Luft nach der langen Anreise. Im Backpackers leben auch einige liebe Hunde, sogar ein Bernhardiner ist dabei. Nicht zu vergessen Chicken, der eigentlich ein Gockel ist und an den unmöglichsten Orten einschläft.

 

Abends gibt es seeeeehr leckere hausgemachte Pizza und frische Salate. Für Unterhaltung wird auch täglich gesorgt. Richard beglückt uns gleich zwei mal mit seinem Djembespiel. Und wir dürfen sogar mitspielen!!! Eine Xylophongruppe sorgt ebenfalls an zwei Abenden für gute Stimmung.

 

Das Städtchen an sich hat nicht viel zu bieten, ausser einem riiiiiiesigen Spar. Diesen besuchen wir Sonntags, als es den ganzen Tag aus Kübeln regnet. 

 

Am nächsten Tag müssen wir uns leider von Sabine verabschieden. Nadia und ich dürfen noch ein paar Tage im Tropenparadies an der Wild Coast bleiben.

 

Zum Glück meint es das Wetter gut mit uns. Von nun an scheint wieder die Sonne. Nadia und ich unternehmen eine Wanderung zum berüchtigten Second Beach. Die Einheimischen behaupten, es sei der gefährlichste Strand der Welt. Deswegen kommt nur unser grosser Zeh in den Genuss des kühlen Nass. In der trüben Flussmündung fühlen sich besonders die Zambezi Haie wohl und auch andere Haie habe schon die Küste unsicher gemacht. Scheinbar sind sie auch schon auf den Geschmack von Menschenfleisch gekommen. Trotzdem geniessen wir den Tag am fast menschenleeren Strand.

 

Am nächsten Tag lassen wir uns an den Second Beach fahren und wandern durch den Naturschutzpark zum Third Beach. Wenn wir gewusst hätten, dass der Weg eher ein Pfad ist und beinahe ganz zugewuchert ist, hätten wir wohl nicht die Flip Flop angezogen. Zum Glück sind wir keinen Schlangen begegnet. Die Strapazen haben sich gelohnt. Auf uns wartet ein malerischer, weitläufiger Strand. Weit und breit keine Menschenseele. Leider erlauben es uns die Haie auch hier nicht weit ins Wasser hineinzugehen. Macht nichts, wir legen uns einfach flach hinein und lassen uns von den Wellen umspühlen.

 

Fazit: Jungle Monkey hat uns gut gefallen. Die Besitzer (er Südafrikaner, sie Deutsche) waren sehr freundlich und hilfsbereit. Das Dreierzimmer war super, das Dorm würde ich nicht buchen. Es gibt noch ein tolles Zelt, welches für ein romantsiches Flair sorgt. Es wird einem Abends immer etwas geboten und viele Einheimische, egal ob schwarz oder weiss, kommen hierher für das ein oder andere Bier. Die Pizzas sind einfach unglaublich lecker und das Frühstück ebenso! 

 

 

15. bis 16. März 2012

 

PORT ST. JOHNS - DURBAN - JO'BURG - ZURICH

 

Schweren Herzens verabschieden wir uns vom Paradies und fahren zurück nach Johannesburg. Mit unserem schnellen Fahrer Johnny überholen wir jeden LKW und sonstige Verkehrshindernisse. Wir machen einen Zwischenstopp in Durban im Happy Hippo und picknicken auf der Dachterrasse. Am nächsten Morgen fahren wir schon wieder nach Johannesburg wo wir wieder eine Nacht in der African Centre Lodge verbringen. Wir geniessen noch den ein oder anderen Amarula und Springbok bei lustigem Musikraten und fallen dann erschöpft in unsere Betten.

 

Fazit: Die African Centre Lodge ist ideal gelegen, Nähe Flughafen und recht komfortabel. Das Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend. Man kann einen gratis Shuttle zum Shopping Center nehmen und das Frühstück ist inbegriffen. Den Pool konnten wir wegen des schlechten Wetters leider nicht nutzen. Auch der Airport Shuttle ist inbegriffen.


SALANY KHALE!